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Hunde
 Blacky, Canis und Fuchur im Sommer 2007 |
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Unsere Hunde im Porträt...

Fuchur:
| Die "geheime Chefin" der Bande ist Fuchur, eine ca. 9 Jahre alte Mischlingshündin. Fuchur war ca. 4 Jahre alt, als ich sie übernommen habe und stammt wie alle anderen unserer Hunde vom Tierheim Dechanthof. Sie war mein erster eigener Hund und lehrte mich sehr viel über den Umgang mit Hunden. Der Weg zu ihrem Vertrauen war anfangs nicht ganz einfach, da Fuchur bereits einige schlechte Erfahrungen gemacht haben dürfte und sehr schreckhaft reagierte. Ein strengerer Blick oder ein lauteres Gespräch in ihrer Nähe reichte, um sie total zu verunsichern, außerdem hatte sie vor vielen alltäglichen Gegenständen große Angst. Sie duckte sich zum Beispiel und rannte weg, wenn man eine Wasserflasche oder auch nur ein Kissen in die Hand nahm. Es schien anfangs sogar kaum möglich zu sein, sie über längere Zeit im Haus zu halten, da sie immer wieder panisch die Flucht in den Garten ergriff. Dazu kam noch eine ziemlich groß ausgeprägte Unsicherheit bei Männern, die ihr nie ganz geheuer waren. Das "Bearbeiten" ihrer Ängste hat uns sehr zusammengeschweißt. Heute ist sie eine "selbstbewusste Lady" und hat sicherlich nicht zuletzt auch durch Canis sehr viel an Selbstvertrauen gewonnen. |

Canis:

Canis, ein Bordercollie-Mix, ist mit seinen 5 Jahren der jüngste in der Truppe und gleichzeitig auch der "Anstrengendste". Canis wurde schon im zarten Alter von 9 Monaten ins Heim abgegeben, da er auf jeden Menschen, mit dem er nicht zuvor bekannt gemacht wurde, ohne irgendeine Vorwarnung heftig los ging. Er schnupperte einfach interessiert an dem jeweiligen "Fremden" (wie jeder "normale" Hund auch) und attackierte ihn daraufhin. Schwanzwedelnde Begrüßung, abschnuppern der Person... und unmittelbar darauf wurde der "Fremde" schon von ihm gestellt und im schlimmsten Fall gebissen. Egal ob Mann, Frau, Kind, groß, klein, dick, dünn - es gab einfach kein "Schema".
Was dieses Verhalten bei ihm auslöst, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, jedoch denke ich, dass er eventuell in der Prägungsphase durch zu starke Abschirmung (Zwinger?) so etwas wie fremde Menschen und Besucher nicht kannte oder aber mit diesen schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Das ist zwar Spekulation, würde aber erklären, wieso er eigentlich trotz seiner großen Fremdenaggression mit so gut wie jeder Person "gut Freund" sein kann, solange man ihm nur die Zeit gibt, sich an sie zu gewöhnen. Dieses Problem komplett wegzubekommen halte ich aber leider für eher unwahrscheinlich, da wir nun immerhin schon seit vier Jahren daran arbeiten und seine Aggression gegenüber Fremden immer noch sehr stark ausgeprägt ist. Jedoch haben wir schon sehr, sehr viel damit erreicht, dass Canis mittlerweile gezielt an jede Person gewöhnt werden kann und für uns "berechenbar" geworden ist. Das heißt, Verwandte und Bekannte können problemlos bei uns auf Besuch kommen, solange wir dabei sind. Wenn sie einmal akzeptiert sind, gibt es kein Problem mehr.
2006 absolvierte Canis die BH I Prüfung mit einem "Sehr gut". Seine Lernfreude ist sehr groß, und es ist auch unbedingt notwendig, ihn geistig zu beschäftigen. Nach langem Training hat Canis Ende 2007 auch gelernt, unsere Katzen zu akzeptieren, was ein langer und mühsamer Weg war, da Canis früher heftig auf Katzen losging. Nach monatelangem Training mit Beißkorb und ständiger "Haus-Aufteilung" (Hund / Katze nur unter Aufsicht zusammen) können wir heute ohne Umschweife sagen, dass Canis zu 100% katzenverträglich ist. Er ist sogar zu Katzenbabys total rücksichtsvoll und hat bereits die eine oder andere Kitten-Aufzucht miterlebt. Besonders gerne spielt er mit Chipsy, einer recht draufgängerischen dreifärbigen Mieze aus unserer Truppe, die ihn immerzu in die Ohren beißt... Siehe Canis und Chipsy beim Spielen... (Link)
Das Jahr 2008 war für Canis ein sehr turbolentes, weil er mittlerweile schon mehr Tierarztpraxen kennt als jeder anderer von unseren Hunden. Das Endergebnis einer langen Misere ist nun, dass wir endlich ein gesichertes Ergebnis über seine Allergien haben, die leider über Monate hinweg immer schlimmer wurden. Er kratzte sich blutig am Bauch, das Fell war stumpf, er war einfach nur "schlapp". Vor allem der ewige Juckreiz machte Canis ganz schön zu schaffen. Jetzt wissen wir, dass Canis eine extreme Allergie gegen Futtermilben (die man in jeglichem Trockenfutter zu Haufen findet...), Getreide und Flohspeichel hat. Wir haben seine Ernährung komplett umgestellt (rohes Fleisch mit Gemüse, Knochen.... Trockenfutter selten und wenn, dann ohne Getreide und einige Tage eingefroren, damit potentielle Futtermilben abgetötet werden). Mit einem guten Ergebnis. Der Juckreiz hält sich mittlerweile in Grenzen und kommt eigentlich nur dann verstärkt, wenn er irgendetwas "Verbotenes" geklaut hat oder ein Leckerli erwischt hat, dass ihm nicht bekommt, aber im Großen und Ganzen haben wir es jetzt im Griff. Schockierend fand ich, dass auch eine (zum Glück nur) leichte Allergie gegen Katzenhaare festgestellt wurde, die aber nicht so stark ausgeprägt ist, dass sie uns Sorgen machen müsste. Noch mal Glück gehabt. (*puh*) |

Blacky

| Blacky, ein Spitz-Mix, war ursprünglich der Hund meiner besseren Hälfte und kam 2006 zu meinen damals zwei Hunden - Fuchur und Canis - dazu. Er ist ca. 8 Jahre alt und gegenüber den anderen Hunden eher reserviert. Wenn er seine Ruhe haben will, zeigt er das den anderen deutlich. Blacky war, als ihn mein Mann übernommen hat, auch nicht unbedingt einfach im Umgang. Vor allem punkto Füße war Blacky sehr empfindlich. Man war praktisch "in Gefahr", wenn man Blacky beim Vorbeigehen nur mit den Zehenspitzen berührte. Durch spielerisches "Pfotensteigen" und positive Bestätigung ist dies jedoch heute kein Problem mehr. Anfangs musste Blacky außerdem erst wieder eine richtige Beziehung zum Menschen aufbauen, was etwas erschwert wurde dadurch, dass er - "spitztypisch" - gleich zum Hinschnappen neigte, wenn ihm etwas nicht passte. Blacky ist sehr folgsam und auch überaus lernfreudig. Er bestand die BH I Prüfung mit einem "Vorzüglich", worauf sein Herrchen sehr stolz ist. Seit einiger Zeit betreibt Blacky recht erfolgreich Hundesport (Agility), wo er mit Herz und Seele dabei ist und als "Schnupper-Turniergeher" schon einige Pokale geholt hat. Im Herbst 2007 legte Blacky die AG I Prüfung mit einem "Vorzüglich" ab. Seit dem Frühjahr 2008 ist Blacky jedoch im wohlverdienten "Ruhestand", denn sein letzter Gesundheits-Check erbrachte beim Wirbelsäulenröntgen einige Bandscheibenprobleme, die zwar noch nicht gravierend sind, aber es natürlich nicht werden sollen. Blacky wird daher geschont. Obwohl er zwar immer noch sehr gerne "hüpfen" gehen würde - aber die Gesundheit geht vor. |

Bauxi

Bauxi ist eine ca. 2001 geborene, kniehohe Mischlingshündin. Bauxi wurde von ihrem Erstbesitzer von Kenia aus Mitleid mitgenommen. Dieser gab sie dann aber leider bereits das erste Mal in ein Tierheim ab. Ihre letzte Besitzerin konnte sie jetzt aufgrund eines Wohnungswechsels nicht mehr behalten. Bauxi ist sehr scheu und schüchtern. Sie braucht lange, bis sie Körperkontakt (streicheln, etc.) bei fremden Menschen zulässt. Sie fühlt sich im Freien nur mit (Schlepp-) Leine sicher. Bei ihrer Vorbesitzerin ist Bauxi brav alleine Zuhause geblieben. Aufgrund der Verlustängste, die Bauxi jetzt wohl durchmacht, klappt das bei mir derzeit erst für ca. 3 Stunden, dann heult sie, bekommt stressbedingten Durchfall und pinkelt riesige Lacken ins Haus. Ich nehme Bauxi daher derzeit noch fast überall hin mit, was einerseits für ihr Verhalten auch positiv ist, da sie mehr Menschen kennenlernt und hoffentlich ihre Ängste mit der Zeit ablegt. Sie bleibt auch brav im Auto alleine, Hauptsache, sie hat das Gefühl, "dabei" zu sein. Andere Hunde geben ihr viel Sicherheit. Vor allem an meinen zwei "großen" (Fuchur, Canis) hängt Bauxi sehr. Wenn ich Fuchur rufe, kommt Bauxi fast automatisch mit. Bauxi versteht sich auch sehr gut mit Katzen.
Bauxi leidet bereits an leichten Athrosen und hat, was uns wesentlich mehr Sorgen bereitet, erhöhte Leber- und Nierenwerte. Sie bekommt Spezialkost und Medikamente täglich, um ihre Werte in den Griff zu bekommen. Derzeit ist es aber leider immer noch ein starkes "auf und ab" mit ihr. Erbrechen, viel trinken, dementsprechend viel pinkeln (was sie oft nicht mehr zurückhalten kann)... Urinproben, mehrere Blutauswertungen und Ultraschalluntersuchungen ergaben den Verdacht auf Diabetes insipidus. Außerdem hat Bauxi eine vergrößterte Milz und auch die Leber ist vergrößert. Tumore können wir daher auch nicht ganz ausschließen. Da eine Nebenniere ebenfalls leicht vergrößert ist, besteht auch Verdacht auf das "Cushing-Syndrom".
Bauxi befindet sich bei mir auf "privater Pflegestelle", um ihr den Tierheim-Stress zu ersparen. Bauxi wird, wenn sich ein guter Platz findet, auch vermittelt, jedoch ist öfteres Besuchen eine Voraussetzung, da man mit ihrem scheuen Verhalten umzugehen lernen muss. Ich kann sie zum Beispiel nach knapp einem halben Jahr des Zusammenlebens im Freien immer noch nicht streicheln (oder anleinen... einfach alles, was mit Berührung zu tun hat). Im Haus, wo sie sich sicher fühlt, ist sie dagegen "eine Schmusekatze". Aufgrund ihrer Krankheit sind häufige Tierarztbesuche vom Neubesitzer auch mit einzuplanen. Bauxi schläft sehr viel und ist an und für sich eine total ruhige Hündin. Eines ist sicher: Ins Tierheim kommt Bauxi nicht. Ich bereue es nicht, dass sie nach ihrer Abgabe ins Heim am gleichen Tag noch in mein Auto eingestiegen ist. Sie kann hier bleiben, bis sie ein neues Zuhause findet (oder eben nicht).
Direkt-Kontakt zur Pflegestelle: doris-gaertner@aon.at Ernshafte Interessenten schreiben mir bitte ein E-Mail, dann können wir uns alles weitere (Besuche..) vereinbaren. |
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