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Im Memoriam...
Erinnerungen an unsere verstorbenen Freunde.... Da wir häufig alte und / oder chronisch kranke Tiere bei uns aufnehmen, gehört der Abschied leider auch dazu. Einige unserer Hunde und Katzen hatten noch ein paar schöne Jahre bei uns, manchen dagegen war leider nur ein kurzer Neuanfang gegönnt.

Leika

Unsere Leika ist eine ca. 16 Jahre alte Wolfsspitz-Mischlingshündin. Sie wurde im August 2009 in sehr verwahrlostem Zustand als Fund-Tier im Tierheim Dechanthof abgegeben. Sie durfte bereits nach wenigen Tagen zu uns umziehen. Sie versteht sich problemlos mit unseren Hunden und Katzen. Leika ist ihrem Alter entsprechend eine sehr ruhige Spitzdame, bereits so gut wie taub und sehr gemächlich. Jedoch spielt sogar sie noch ab und zu "nachlaufen", am liebsten mit unseren Katzen. (total ulkig) Ihre Zähne mussten wir bereits generalsanieren, da es praktisch nur mehr verfaulte Stummel waren. Sie befindet sich aufgrund ihrer Zahnfleischentzündung auch immer wieder mal in medikamentöser Behandlung, wenn die Entzündung wieder aufflammt. Wir hoffen, dass sie trotz ihres Alters noch ein paar schöne Jahre bei uns hat.
Nachtrag: Leika musste im Juni 2010 aufgrund massiver Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes eingeschläfert werden. Zwei Monate zuvor überstand sie noch problemlos eine OP, bei der ihr ein kleiner Tumor am After entfernt wurde. Die Gefahr, dass im weiteren Darm eventuell noch mehr Tumore wucherten, war aber nicht abzustreiten. Leider ging es mit ihr am Schluss so rapide bergab, dass wir sie erlösen mussten. Leika war fast ein Jahr bei uns und fehlt uns, dem ganzen Hunderudel ja und sogar den Katzen, die immer ihre Freunde waren, sehr. Wir werden "die alte Oma" nicht vergessen. |

Balou

Balou hat die selbe Vorgeschichte wie Leika. Er wurde im April 2010 völlig abgemagert und entkräftet als Fund-Tier vom Bereitschaftsdienst des Tierheims abgeholt. Im Tierheim angekommen, war er bereits so erschöpft, dass er sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Eine Infusion und etwas Zeit zum Ausruhen später war er aber zum Glück wieder stabil. Balou dürfte ebenso wie Leika ca. 16 Jahre alt sein, ein Dackel-Spitz Mix. Er hört so gut wie nichts mehr und ist etwas orientierungslos. Er verbrachte einen Tag im Tierheim (zur tierärztl. Kontrolle) und durfte dann gleich zu uns ziehen. Da Balou in fremder Umgebung wirklich ein armer Kerl ist, da er anfangs nur im Kreis läuft und sich kaum zurechtfindet, wird er nicht mehr vermittelt. Er soll sich bei uns eingewöhnen und wird auch gleich hier bleiben. Ganz begeistert war er von unserer Leika - die beiden laufen seither wie "ein altes Liebespaar" herum. Balou marschiert ihr immer nach wie ein Zinnsoldat. Da Balou extrem mager ist, muss er viele kleine Portionen über den Tag verteilt fressen. Wir hoffen, dass er sich wieder vollständig von seinen Strapazen erholt und noch eine schöne Zeit bei uns verbringen kann.
Nachtrag: Balou starb im Juni 2010 aufgrund von akutem Kreislaufversagen. Er hatte leider nur mehr einen Monat bei uns. Wir werden ihn trotzdem nicht vergessen, denn der alte Herr (unser "Schnappi") hatte sich bereits so gut eingelebt, als sei er "schon immer da gewesen". Balo hatte schon zugenommen, schöneres Fell bekommen, war im Aufwind. Wir hätten so gehofft, dass er noch länger bei uns bleiben kann, aber es hat nicht sein sollen. |

Lord

Lord ist ein "alter Veteran" (Geburtsjahr ca. 1993) und dementsprechend der Ruhepol unter den Hunden. Wir nahmen ihn im Frühjahr 2008 - endlich! - vom Dechanthof mit, nachdem er ja schon 2005 einige Zeit Bekanntschaft mit meinen Hunden gemacht hatte, als ich am Hof noch als Vollzeitkraft gearbeitet habe. Lord war im Heim früher der "Zwingergenosse" von unserem Blacky und ist ein sehr sozialer Hund, solange er nicht von den anderen belästigt wird. Das "Wiedersehen" der ganzen Bande verlief dementsprechend eigentlich sehr ruhig, auch zwischen Canis und Lord war schnell wieder alles "beim Alten".
Lord liegt am liebsten auf seiner gemütlichen Decke oder in seinem Körbchen und lässt sich bürsten oder streicheln. Lord ist ein totaler Schmuser, der eigentlich nie genug bekommt. Seinem Alter entsprechend zieht er ein paar Mal am Tag seine "Schnüffelrunden" gemeinsam mit den anderen Hunden durch den Garten, kehrt dann aber wieder auf seinen Platz zurück, wenn es ihm zuviel wird. Zeitweise kommt aber bei Lord auch noch der "Jungspund" durch - ganz unverhofft packt er sich manchmal einen herumliegenden Ball, "sprintet" zwei, drei Meter weit damit und will so anscheinend Fuchur, der Hundedame in der Truppe, imponieren. Der alte Herr hat es schon etwas schwer mit den Gelenken, braucht also täglich seine Medikamente. Ich hoffe aber sehr, dass uns Lord noch eine ganze Weile erhalten bleibt. Er ist ein so gemütlicher und dankbarer alter Herr, dem hoffentlich noch ein, zwei Jährchen vergönnt sind.
Nachtrag: Wir mussten Lord am 5.6.2008 leider einschläfern, nachdem er mehrere Male "einfach so" zusammengebrochen ist und sich dann gar nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Es war keine leichte Entscheidung, da er bis zuletzt einen eisernen Willen zeigte, aber letztendlich waren die Schmerzen doch zu groß. Es ging so plötzlich mit ihm bergab, kurze Zeit zuvor kam er noch mit seinem geliebten Fussball anmarschiert... Uns waren leider nur mehr 5 Monate mit ihm vergönnt, aber es war eine sehr schöne Zeit. Wir hätten Lord gerne schon in jungen Jahren gekannt - mit seinem souveränen und selbstsicheren Auftreten, seinem Stolz und seinen "Anführerqualitäten" muss er immer schon ein extrem imposanter Hund gewesen sein. Diese Eigenschaften hat er sich aber bis zum Schluss bewahrt. Er war der unangefochtene Chef des Rudels... und zwar ein guter und fairer Chef, der jede Angelegenheit bloß mit einem Wuff oder einer Geste regelte und nie auch nur einmal seine Zähne hätte dafür einsetzen müssen. Lord machte immer den Eindruck, als hätte er sowas gar nicht nötig, er war schließlich "Lord". Wir werden ihn sehr vermissen. |

Susi: 
Susi ist die Gran Dame und unangefochtene Chefin der gesamten Vierbeiner. Wenn sie die Pfote hebt, weicht jeder Hund zurück. *grins* Susi ist 19 Jahre alt. Ich bekam sie damals von meinen Eltern, als ich selber noch in den Kindergarten ging. Seither war sie von mir nie wegzudenken und es war eigentlich nur logisch, dass ich sie nach meiner Hochzeit und dem Umzug ins neue Haus mitgenommen habe. Es hat mich selber erstaunt, wie schnell sie sich trotz ihres Alters und ihrer sicherlich schon leicht vorhandenen Demenz eingewöhnt hat. Susi schläft zwar schon sehr viel und wirkt zeitweise etwas verwirrt, wenn sie ihre Ausflüge durchs Haus unternimmt, aber auch sie spielt gelegentlich noch wie ein kleines Kätzchen.
Susi ist ein echtes Gewohnheitstier, soviel ist sicher. Wenn sie meint, das Sofa oder das Bett wäre ihr Platz, dann hat das so zu sein - Einspruch zwecklos. Ebenso verhält es sich mit ihren "Klogewohnheiten", denn auf eine Kiste geht Susi schon seit Jahren nicht mehr, egal was man anstellt. Ich vermute, dass sie den Einstieg über den Rand nicht mehr schafft oder sie die Streu irritiert, da sie früher eine Freigänger-Katze war. Wir haben uns auf die Art arrangiert, dass Susi`s "Geschäfte" sich auf eine leicht zu reinigende Ecke in "ihrem" Arbeitszimmer beschränken, wo ich stets ein saugfähiges Handtuch liegen habe, dass mehrmals täglich gewechselt wird. Nach hoffnungslosen Versuchen, sie doch irgendwie an eine Kiste zu gewöhnen, die alle nur zum Ergebnis hatten, dass sie irgendwo hin gemacht hat, ist das noch die beste Lösung. Und Susi, als Gewohnheitstier, hält sich auch an diese Abmachung. Ich hoffe, Susi wird uns noch ein paar Jährchen erhalten bleiben, und eigentlich sieht es damit auch ganz gut aus, solange wir ihre chronische Zahnfleischentzündung (die regelmäßige Kontrolle, Medikamente und Lasern erfordert) im Griff behalten.
Nachtrag: Wir mussten Susi am 30.12.2007 im Alter von 19 Jahren leider einschläfern. Sie zog sich binnen zwei Tagen komplett zurück, verlor jedes Interesse an ihrer Umgebung und fraß nichts mehr. Im Not-Dienst der Tierklinik stellte man eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung sowie Leber- und Nierenversagen fest. Susi durfte bis zuletzt im Bett schlafen und hat wenigstens nicht lange leiden müssen, denn die Symptome bzw. ihr gesundheitlicher Absturz kamen "von heute auf morgen" ohne lange Leidensgeschichte (wie ich es ihr auch immer gewünscht hätte). Wir werden Susi nie vergessen.
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